Qualitätssicherung und Qualifizierung: Voraussetzung für langfristigen Erfolg


WELLNESS-BERUFE: Im Gesundheitssektor in Deutschland arbeiten heute ca. 4,5 Millionen Menschen. Nach aktuellen Prognosen können in den nächsten 15 bis 20 Jahren weitere  600.000 bis 800.000 Arbeitsplätze entstehen. Die größte Triebkraft für die Gesundheitsbranche ist die wachsende Zahl älterer Menschen mit ihrem steigenden Bedarf an gesundheitsbezogenen Dienstleistungen. Deutlich positive Akzente sind aber auch in all denjenigen Bereichen zu erwarten, die heute unter den Stichworten Wellness oder Medical Wellness zusammengefasst werden.

Innerhalb weniger Jahre hat das gestiegene Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung zu einer Vielzahl neuer gesundheitstouristischer Angebote geführt. Das starke Kundeninteresse und die damit verbundene Hoffnung vieler, dadurch Geld zu verdienen, ruft aber auch „schwarze Schafe" auf den Plan.

Rund 150 Institute bieten derzeit Lehrgänge im Bereich Wellness-Berufe an. Und für Weiterbildungsinteressierte wie für potenzielle Arbeitgeber gibt es derzeit eine nahezu unüberschaubare Anzahl von Ausbildungsangeboten mit großen Unterschieden in Dauer und Inhalt bzw. Art und Tiefe der vermittelten Qualifikationen. Zahlreiche geläufige Tätigkeitsbezeichnungen sind nicht geschützt und können daher praktisch von jedem verwendet werden. Dies und viele verschiedene Bezeichnungen der Ausbildungsgänge tragen dazu bei, dass Wellness-Berufe wie z. B. der Wellness-Trainer bei potenziellen Arbeitgebern noch keine große Bekanntheit erlangte bzw. diese über die Qualifikationen der Absolventen nur marginal Bescheid wissen - Faktoren, die bisher die Arbeitsmarktchancen von Absolventen sicher negativ beeinflussten.

Es gibt zahlreiche Anbieter von Wellness-Weiterbildungen, ob Universitäten, Fachhochschulen, z.B. die Donau-Universität Krems, die IHK (Wellness-Berater oder Wellness-Manager in Kooperation mit privaten Akademien), private Akademien wie das Europäische Wellness-Institut oder betriebsinterne Weiterbildungen als Inhouse-Schulung in Hotels.

Die Wellness-Weiterbildung bzw. Ausbildung an sich ist eine Patchwork-Angelegenheit. Gerade kleinere Betriebe legen Wert auf eine „Allround-Kraft", da sie sich viele Spezialisten nicht leisten können. Die Qualitätsanforderungen an die Mitarbeiter steigen - eine Wellness-Qualifizierung, aufbauend auf einer fundierten Ausbildung, birgt hier die höchsten Chancen. Die Basisausbildung sollte eine Gesundheitsbezug in den Bereichen Ernährung (z. B. Koch, Diätassistent), Bewegung (z. B. Sportlehrer, Physiotherapeut, Gymnastiklehrer), Entspannung (z. B. Psychologe, Entspannungs-Pädagoge), medizinische bzw. hilfsmedizinische Berufe (z. B. Arzt, Heilpraktiker, Krankenschwester, Arzthelfer) oder Kosmetik (z. B. Kosmetikerin, Masseur) aufweisen.

Ob berufsbegleitende Wochenendseminare, Fernlehrgänge oder zertifizierte Fortbildungen - in nur wenigen Branchen ist die Auswahl so groß, die Qualität aber auch so unterschiedlich. Ob Wellness-Trainer in einem Wochenendseminar oder Spa- und Wellness-Trainer in 9 bis 16 Monaten, ob Spa- und Wellness-Manager in 13 Monaten inkl. der Möglichkeit zum Aufbaustudium mit Masterabschluss, ob Akademischer Abschluss zum Health-Care Management oder zweitägige Weiterbildung in Kräuterstempelmassage - die Angebote an Wellness-Fort- und Ausbildungen sind sehr heterogen.

Information über Seriosität der Anbieter ist im Vorfeld für den Interessierten von großer Wichtigkeit. Nicht nur über Seminarinhalte, Abschlüsse und Ausbildungsstätte sollte man Erkundigungen einziehen, sondern auch über die Qualifikation der Referenten. Nicht zuletzt zählt das, was zu einem passt und wohin man sich zukünftig beruflich orientieren möchte. Die höchste Nachfrage an qualifiziertem Personal bewegt sich in den Bereichen Tourismus, Medizin, Fitness / Sport, Freizeit, Beauty, Ernährung und Journalismus.

Das ISWA-Mtglied Europäisches Wellness-Institut, Bad Homburg, hat ein umfangreiches Seminarprogramm für Quereinsteiger und Fachberufler. Im Unterricht erleben die Teilnehmer eine betonte Praxisorientierung. Es findet weniger theoretischen Unterricht statt, da in den Materialien und Lehrheften die theoretischen Grundlagen vermittelt werden. Die Referenten des Europäischen Wellness-Instituts sind qualifizierte, pädagogisch geschulte Fachkräfte, die mit ihrer praxis-orientierten Wissensvermittlung das berufliche Engagement der Teilnehmer unterstützen.


Autor: Claus-Arwed Lauprecht (1. Vorsitzender ISWA)
INTERNATIONAL SPA & WELLNESS ASSOCIATION e.V. Germany
Wilhelm-Mangels-Straße 22 | 56410 Montabaur
Fon +49(0)2602 - 999 88 75, Fax +49(0)2602 - 999 88 67
info@iswa.de